Die Bilanz ist eine Momentaufnahme des Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag. Sie zeigt, was das Unternehmen besitzt (Aktiva), wie es finanziert ist (Passiva) und wie viel Eigenkapital vorhanden ist.
Eine Bilanz besteht aus zwei Seiten, die immer gleich groß sind:
Aktiva (linke Seite): Was gehört dem Unternehmen? Anlagevermögen (Maschinen, Gebäude, Fahrzeuge), Umlaufvermögen (Lager, Forderungen, Bankguthaben).
Passiva (rechte Seite): Woher kommt das Geld? Eigenkapital (Einlagen der Gesellschafter + einbehaltene Gewinne) und Fremdkapital (Bankdarlehen, Lieferantenverbindlichkeiten).
Die GuV zeigt einen Zeitraum (z.B. das Geschäftsjahr) – sie ist ein Film. Die Bilanz zeigt einen Moment (den Stichtag) – sie ist ein Foto. Beide zusammen geben ein vollständiges Bild der wirtschaftlichen Situation.
Viele Unternehmer lesen zwar die BWA, schauen aber selten in die Bilanz. Das ist riskant: Die Bilanz zeigt, ob das Unternehmen substanziell gesund ist – ob Eigenkapital vorhanden ist, ob Verbindlichkeiten kontrollierbar sind und ob das Unternehmen kreditwürdig bleibt.
Banken prüfen bei Kreditvergabe immer die Bilanz. Wer sie selbst versteht, ist in diesen Gesprächen im Vorteil.
In der Praxis
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