EBITDA ist eine der meistgenutzten Kennzahlen in der Unternehmensfinanzierung – und gleichzeitig eine der am häufigsten missverstandenen. Was steckt dahinter?
EBITDA steht für: Earnings Before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization – also Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen.
Auf Deutsch: Es ist das operative Ergebnis eines Unternehmens, bevor Finanzierungs- und buchhalterische Effekte herausgerechnet werden.
EBITDA = Umsatz − Materialkosten − Personalkosten − sonstige betriebliche Aufwendungen
Oder ausgehend vom Jahresüberschuss:
Jahresüberschuss + Steuern + Zinsen + Abschreibungen = EBITDA
EBITDA macht Unternehmen vergleichbar – unabhängig von ihrer Finanzierungsstruktur, Steuerbelastung und Abschreibungsmethoden. Deshalb nutzen Investoren, Banken und M&A-Berater EBITDA als Standardgröße.
Auch für die interne Steuerung ist EBITDA wertvoll: Es zeigt die operative Ertragskraft – also ob das Kerngeschäft profitabel läuft.
EBITDA-Marge = EBITDA ÷ Umsatz × 100
Branchenübliche Werte variieren stark: Softwareunternehmen erreichen oft 20–40 %, Großhandel 3–8 %, Dienstleistung 10–20 %. Die EBITDA-Marge ist eine der wichtigsten Benchmarks für die Unternehmensgesundheit.
EBITDA = operatives Ergebnis vor Abschreibungen → zeigt Cash-Ertragskraft
EBIT = operatives Ergebnis nach Abschreibungen → zeigt buchmäßige Ertragskraft
Jahresüberschuss = Ergebnis nach Zinsen und Steuern → der „echte" Gewinn
In der Praxis
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